Mittwoch, 20. September 2017

Wolkensprudel - Nixentrubel

Literarische Wasserspiele im LWL-Museum für Naturkunde

Beate Reker taucht bei der neuen
literarischen Führung mit ihrer
Literatur tief ein in das Wasser.
Foto: LWL/Steinweg.
Münster (lwl). Literarische Kopfsprünge wagt Beate Reker auf ihren rund achtzigminütigen Rundgängen durch die Sonderausstellung "Wasser bewegt - Erde Mensch Natur" des LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Die münsterische Schauspielerin weiß: Wasser verhält sich an vielen Stellen einzigartig und nicht normal. Wasser ist auch nicht nur Heimat von Fischen und anderen Wassertieren. Aus dem Wasser ist das Leben auf der Erde entstanden.

So erleben die Zuhörer beispielsweise den unbändigen Freiheitsdrang eines im Glas gefangenen Wassermoleküls, erleiden mit Christian Morgenstern das tragische Schicksal eines Schlittschuh laufenden Seufzers und rätseln mit dem Büblein am winterlichen Weiher, ob das Eis wohl schon trägt. Reker fragt die Laubfrösche, ob sie das Wetter vorhersagen können und was passiert, wenn sie krank sind. Schließlich reisen die Zuhörer auf einem Grashalm vom kleinen Bach zum großen Meer und werden dabei von den erfahrensten Wasserexperten, den Fischen und ihren Zukunftsträumen begleitet.

Von Goethe über Heinz Erhardt bis Ringelnatz

Seine Reise flussabwärts startet der literarische Kopfsprung mit einer Forelle. Die Zuhörer tauchen tiefer und wundern sich über das erstaunliche Treiben von Muscheln. Die gefährliche Seite des nassen Elements bekommen sie in der Brandung von Rungholt zu spüren, als der blanke Hans den Ort heimsucht und in der Nordsee versinken lässt. Da steuert die Schauspielerin lieber das ruhige Gewässer eines Sees an, wo nur die Begegnung eines tollen Hechts mit einem Backfisch für Turbulenzen sorgt. Streit gibt es dann auch zwischen Tautropfen und Tränen. Schließlich legen sie im Reich der Meerjungfrauen und Nixen an und schauen ihnen mit Johann Wolfgang von Goethe und Heinz Erhardt beim Verführen von jungen Fischermännern zu. Dieses geschieht, bevor die Zuhörer eine neue Art Fenster zu putzen lernen und sich mit Joachim Ringelnatz zwecks eigener Säuberung in die Badewanne begeben.

Termine: 22. September; 6. Oktober, 17. November und 8. Dezember 2017, jeweils 19.30 Uhr.
Eintritt: 15 Euro
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Vorverkauf und Abendkasse: Begrenztes Platzangebot.
Hinweis: Die Ausstellung "Wasser bewegt - Erde, Mensch Natur" wird bis zum 7. Januar 2018 verlängert.

Montag, 11. September 2017

Francesco Carletti: Reise um die Welt

Erlebnisse eines Kaufmanns aus Florenz

Francesco Carletti, ein Kaufmann aus Florenz unternahm im Jahre 1594 eine Reise zu den Kapverdischen Inseln, die ihn schließlich um die ganze Welt führen sollte. Über Kolumbien, Peru und Mexiko gelangte er, immer auf der Suche nach profitablen Handelsmöglichkeiten, schließlich zu den Philippinen. Er besuchte Japan und China, um schließlich über Malakka, Goa und das Kap der Guten Hoffnung nach Europa zuzurückzusegeln. Geschäftlich war die Reise ein Desaster, durch seine Beschreibungen von Land und Leuten, hat er der Nachwelt in Form seiner Reiseerzählungen allerdings ein eindrucksvolles und aufschlussreiches historisches Dokument hinterlassen. Das hebt sich nicht nur durch seinen Blickwinkel auf spannende Weise von den bei uns wesentlich bekannteren Reisetagebüchern der Entdecker und Eroberer der frühen Neuzeit ab. Weiter auf Marexpedi

Donnerstag, 31. August 2017

Monumente der Sehnsucht

Die Sammlung Korkmodelle auf Schloss Friedenstein Gotha

Korkmodelle (Phelloplastiken) antiker Bauten gehörten im 18. und 19. Jahrhundert nicht nur zu den beliebten Mitbringseln wohlhabender Italienreisender, sondern waren auch begehrte Sammlerobjekte herzoglicher und fürstlicher Kabinette. In Monumente der Sehnsucht präsentiert der Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Prof. Dr. Martin Eberle die 15 Kork-Architekturmodelle aus der Sammlung des Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Die Modelle der Gothaer Sammlung stammen überwiegend vom römischen Künstler Antonio Chichi, dem wohl renommiertesten Phelloplastiker seiner Zeit. Weitere bedeutende Sammlungen seiner Arbeiten finden sich heute nur noch in Kassel und Darmstadt. Weiter auf GeschiMag

Mittwoch, 23. August 2017

Frühe Maingeschichte

Archäologie am Fluss

Der Begleitband zur Sonderausstellung im Knauf-Museum Iphofen stellt nicht nur archäologische Objekte und Fundplätze entlang des Mains vor, wie der Klappentext suggeriert. Da verrät der Titel des Buches „Frühe Maingeschichte“ tatsächlich ein wenig mehr. Denn ohne die Kenntnis der Naturgeschichte des Flusses, der ebenfalls Platz in dem Buch eingeräumt wird, wären die Geschichte der Menschen am Main, die Bedeutung und Hintergründe der anthropogenen Funde und Fundorte nur schwer zu interpretieren. Und so erwartet den Leser eine anspruchsvolle komplexe Gesamtschau der Maingeschichte von der frühesten Zeit bis zum frühen Mittelalter anhand von wissenschaftlich erläuterten Einzelbeispielen.Weiter auf GeschiMag

Mittwoch, 12. Juli 2017

Katzenblut

Beim nächsten Wurf, da bist du tot!

Die junge Polizistin Katharina erbt von ihrer ermordeten Tante ein riesiges Anwesen samt dazugehöriger Horde Samtpfoten. Jede Menge Geld gibt’s auch noch dazu und so steht dem Beginn eines neuen Lebens nichts im Wege. Natürlich muss zunächst einmal der Mord an der Tante aufgeklärt werden, Katzenchef Floyd trägt einen erheblichen Teil dazu bei. Auch übrigens zur Aufklärung des anderen Mordes, der irgendwie mit dem Züchermilieu zu tun zu haben scheint. Weiter auf Katzen-Kultur