Sonntag, 14. Mai 2017

Die Deutschen und ihre Kolonien

Das deutsche Kolonialreich stellte eine recht kurzlebige Episode der kommerziell und ideologisch geprägten Expansionsbestrebungen der Deutschen dar. Im Auftrag anderer Mächte und Nationen waren sie allerdings von Beginn an am Prozess neuzeitlicher Expansion Europas als Soldaten, Kaufleute, Missionare oder Wissenschaftler beteiligt. Die 30 Jahre deutsches Kolonialreich (1884 – 1914) haben also eine lange Vorgeschichte und wirken bis heute nach. Mit dem Buch Die Deutschen und ihre Kolonien wollen die Herausgeber Horst Gründer und Herman Hiery „losgelöst von der Emotionalität politischer Debatten“ einen Überblick über die Geschichte des Kolonialreiches in Afrika, Asien und Südsee vermitteln. Weiter auf GeschiMag

Mittwoch, 3. Mai 2017

Unheilige Bilder

Cartoons zu Kirche und Religion heute

„Bis zum 500. Jahrestag der Reformation am 31.10.2017 dreht sich alles um Luther.
Papst Franziskus war beim Start der Feierlichkeiten in Schweden dabei und Gottvater Gauck hat beim Eröffnungsfestakt in Berlin seine Predigt gehalten. Es folgen Bibelseminare, Vorträge, Symposien, Festgottesdienste, Jugendtreffen, Theateraufführungen, Chorfeste, Tagungen, Briefmarken-, Kunst- und Weltausstellungen, Konzerte, Lesungen, Volksfeste, theologische Werkstätten, Oratorien, Reformationsmärkte und Kirchentage am laufenden Band. (Verlagstext)“ 
Was aber war geschehen, vor 500 Jahren, das man heute ein ganzes Jahr lang feiern und erinnern muss? Ein radikalchristlicher Fanatiker namens Martin Luther verübte einen verheerenden Anschlag auf die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und damit auf das römisch-christliche Abendland. In den 95 Punkten seines Bekennerschreibens erklärte er, dass er sich durch Prunksucht, Ausschweifungen und Ablasshandel der Kirche in seinen religiösen Gefühlen verletzt fühlte. Weiter auf Alien-Connection

Mittwoch, 26. April 2017

Mit dem Kombischiff nach Rio und Fernost

Hamburg Süd, HAPAG und NDL 1950-1968
 
Keine zwanzig Jahre dauerte die Zeit der Kombischifffahrt von Hamburg Süd, HAPAG und NDL nach dem 2. Weltkrieg. Bereits 1951, zu einer Zeit, als die deutsche Seeschifffahrt ihren Neustart noch unter erheblichen Schwierigkeiten bewältigen musste, begann die Hamburg Süd mit ihrem ersten Neubau, dem Kombischiff Santa Ursula, nach zwölf Jahren Unterbrechung wieder ihren Südamerikadienst. Im Januar 1954 absolvierte der erste Kombischiff-Neubau des Norddeutschen Lloyd, die Schwabenstein ihre Werftprobefahrt und im April 1954 unternahm der Kombiliner Hamburg der Hapag ihre Jungfernfahrt. Diese und jeweils zwei weitere Schiffe der beiden Reedereien bedienten den gemeinsamen Ostasiendienst. In ihrem Buch  Mit dem Kombischiff nach Rio und Fernost Harald Focke und Frank Scherer die Geschichte der letzten deutschen Kombischiffe. Weiter auf Marexpedi

Dienstag, 25. April 2017

Wie Europa die Welt eroberte

Warum ausgerechnet Westeuropa, fragt sich der amerikanische Wirtschafts- und Geschichtsprofessor Philip T. Hoffman in seinem Buch Wie Europa die Welt eroberte (englischer Originaltitel 2015: Why did Europe Conquer the World) und gibt darauf eine umfangreiche mit Wirtschaftsmathematik garnierte Antwort. Die beinhaltet viel Bekanntes und wird von der renommierten amerikanischen Zeitschrift Foreign Afairs als „Faszinierend“, vom Wall Street Journal als „Brillant“ und vom amerikanischen Nachrichten- und Medienunternehmen Bloomberg als „Wirtschaftsgeschichte auf höchstem Niveau“ gefeiert. Was also ist dran an diesem Buch, in dem Hoffman laut Klappentext seine provokative These fesselnd und faktenreich enthüllt und das aufgrund der oben aufgeführten Bewertungen so große Erwartungen weckt? Weiter auf GeschiMag

Mittwoch, 19. April 2017

Herman Melville

Eine Biographie

Mit seinem Roman Moby Dick hat sich Herman Melville unsterblich gemacht. Seine anderen Werke wie Redburn, Typee oder Billy Budd sind bei uns deutlich weniger bekannt. Und abgesehen davon, dass Melville selbst auf einem Walfänger gefahren ist, wissen die meisten Leser nur wenig über das Leben und die komplexe Persönlichkeit des zu seinen Lebzeiten recht erfolglosen amerikanischen Schriftstellers. In seiner Biographie erzählt der Amerikanist Arno Heller Melvilles Geschichte und entführt den Leser in die Welt eines zu seiner Zeit weitgehend verkannten literarischen Genies.